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	<title>Katharina Ossko - Empathietrainerin</title>
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		<title>&#8220;How Romeo and Juliet found a totally different, happier ending&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 12:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Was wäre passiert, wenn Romeo und Julia mit Hilfe eines Mediators  ihre  Familien an einen Tisch gebracht hätten? Ein 10 Minütiger Film, in  2,5  Stunden gedreht beim 8.europäischen GFK Festival im August 2011 in   England (in Englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=T7tWWOLS2QA
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Was wäre passiert, wenn Romeo und Julia mit Hilfe eines Mediators  ihre  Familien an einen Tisch gebracht hätten? Ein 10 Minütiger Film, in  2,5  Stunden gedreht beim 8.europäischen GFK Festival im August 2011 in   England (in Englisch)</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=T7tWWOLS2QA">http://www.youtube.com/watch?v=T7tWWOLS2QA</a></p>
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		<title>Geld oder Leben</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jun 2012 16:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Geld oder Leben war ein Spruch aus meiner Kindheit, wenn wir Räuber gespielt haben.
Heute kommt mir der Spruch fast weise vor. Fast weil er für viele Menschen unserer westlichen Welt Realität zu sein scheint, und fast, weil ich nicht wählen will zwischen den beiden. Zum Glück habe ich einen Weg gefunden, der mir dabei hilft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geld oder Leben war ein Spruch aus meiner Kindheit, wenn wir Räuber gespielt haben.</p>
<p>Heute kommt mir der Spruch fast weise vor. Fast weil er für viele Menschen unserer westlichen Welt Realität zu sein scheint, und fast, weil ich nicht wählen will zwischen den beiden. Zum Glück habe ich einen Weg gefunden, der mir dabei hilft das Entweder-Oder Denken zu verwandeln in ein sowohl-als-auch: Die Gewaltfreie Kommunikation.</p>
<p>Zuerst war da die Offenbarung: „Tue nichts was du nicht mit der Freude eines Enten fütternden Kindes machen kannst“, ein Zitat von Marshall Rosenberg, dem Begründer der Gewaltfreien Kommunikation. Als ich ihn zum ersten Mal hörte, war ich überwältigt; ja das ist es was ich will, dachte ich, ohne genau zu wissen wie das ausschauen könnte. Es ist wohl die Sehnsucht meines Herzens gewesen die „Ja“ gesagt hat. Etwas in mir ist angeklungen, etwas so Starkes, dass ich alle Warnungen in den Wind schlug. Ich kündigte meinen „sicheren“ Job und machte mich als Alleinerzieherin mit zwei Töchtern, von damals 8 und 10 Jahren, selbstständig, um die Gewaltfreie Kommunikation in die Welt zu tragen. Ich dachte nicht einen Augenblick daran, wie schwierig es sein könnte.</p>
<p>Und es war und ist schwierig. Mein Leben ist ein ständiger Balanceakt. Meine Entscheidung ist klar: ich möchte das tun, was mir meine innere Stimme sagt. Dabei will ich es aus meiner inneren Haltung heraus tun, das bedeutet unabhängig davon ob ich Geld dafür bekomme oder nicht. Denn ich tue es nicht um Geld zu „verdienen“ Geld ist eine Strategie. Es dient dazu Bedürfnisse zu erfüllen. Viele Bedürfnisse werden durch Arbeit erfüllt, für die ich kein Geld brauche: Sinnhaftigkeit, Wirksamkeit, Freude. Gleichzeitig möchte ich für mich und meine Familie sorgen können. Deshalb bitte ich Menschen, die meine Angebote in Anspruch nehmen dazu mit Geld beizutragen. Und deshalb habe ich seit ein paar Monaten einen 10 Stunden Job, den ich nebenher machen kann, und der mir eine gewisse Stabilität bringt.</p>
<p>Neben meiner selbstständigen Arbeit als Trainerin bin ich im Vorstand des Netzwerks für Gewaltfreie Kommunikation, und das schon seit acht Jahren. Auch das ist ein Herzensanliegen: Menschen in Österreich vernetzen, die Gewaltfreie Kommunikation sichtbar zu machen, etwas gemeinsam zu bewirken. Eine unglaublich bereichernde Möglichkeit auf struktureller Ebene partnerschaftliches Miteinander und effektive Entscheidungsfindungsformen, die auf Gleichwertigkeit beruhen auszuprobieren.</p>
<p>Natürlich ehrenamtlich. Warum eigentlich natürlich, fragte ich mich zunehmend. Wieso sind so viele Arbeiten, die uns als Gesellschaft dienen unbezahlte Jobs? Zunehmend frage ich mich: „Wieso mache ich da mit? Stimmt die Balance zwischen dem was ich mir dadurch erfüllen kann, und dem was ich brauche um mein Leben gut leben zu können?“</p>
<p>Es gibt Momente, an denen ich pure Verzweiflung spüre. Wie ist es möglich, dass vor allem Frauen, so viel beitragen ohne dafür Geld zu bekommen: sei es die Kinder zu versorgen oder Angehörige zu pflegen? Wie kann es sein, dass die Arbeit von LehrerInnen, Krankenschwestern, … uns soviel weniger wert ist als die Arbeit von anderen, gesellschaftlich hoch angesehenen Jobs? Ich bin zutiefst überzeugt, dass genug für alle Menschen auf dieser Welt da ist. Genug Nahrung, genug Wasser, genug Geld, genug von allem. Was wir nicht haben ist der gleiche Zugang zu Ressourcen.</p>
<p>Der Balanceakt heißt für mich also: gut für mich zu sorgen: meine Verzweiflungsarbeit zu tun, mich mit genügen Unterstützung, Inspiration, Empathie und Nahrung für meine Seele und meinen Körper und Geist zu versorgen, damit ich in meiner Kraft und in meiner Freude weiterhin das tun kann was ich am meisten liebe. Dafür zu sorgen, dass ich genug Geld bekomme, um mir und meinen Kindern den Teil des Lebens, für den Geld gebraucht wird, ermöglichen zu können.</p>
<p>Denn ich will Geld – solange wir es brauchen, und Leben für uns alle.</p>
<p>Nachzulesen, mit vielen anderen Artikeln zum Thema &#8220;Wirtschaften in der Zwischenzeit&#8221; im neuen TAU Magazin.</p>
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		<title>Weihnachten</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 18:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschenke
Bei einem Gespräch mit einer Freundin &#8211; deren Schwester nicht verstehen konnte, dass sie sich nicht viel aus Geschenken macht, habe ich zu der Bedeutung von Geschenken hingespürt. Was ich entdeckt habe, hat mich selbst überrascht. Wenn wir sorgfältig Geschenke für Menschen auswählen, und hoffen, dass diese dem/derjenigen gefallen -  kann es sein, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Geschenke</strong></p>
<p>Bei einem Gespräch mit einer Freundin &#8211; deren Schwester nicht verstehen konnte, dass sie sich nicht viel aus Geschenken macht, habe ich zu der Bedeutung von Geschenken hingespürt. Was ich entdeckt habe, hat mich selbst überrascht. Wenn wir sorgfältig Geschenke für Menschen auswählen, und hoffen, dass diese dem/derjenigen gefallen -  kann es sein, dass es damit zu tun hat, dass wir Bedeutung im Leben von den Menschen, die uns nahe sind haben wollen?  Und umgekehrt, diesen mit Geschenken zeigen wollen: du bedeutest etwas für mich. Du bist mir wichtig.</p>
<p>Gerade zu Weihnachten, wo wir traditionell mit unseren Familien, und nahen Menschen zusammen kommen, scheint es besonders bedeutsam zu sein: so als ob wir uns gegenseitig vergewissern wollen: es macht einen Unterschied für mich, es ist mir wichtig, dass du ein Teil meines Lebens bist. Das möchte ich feiern.</p>
<p><strong>Was bedeutet Weihnachten für Dich?</strong><br />
<em>Hat es überhaupt eine Bedeutung für Dich?</em><br />
(und ich meine jetzt nicht die religiöse Bedeutung &#8211; mir geht es hier eher um die &#8220;Zeitqualität&#8221;)</p>
<p>Weihnachten als Fest der Liebe, des Friedens  und der Freude.<br />
Unser Menschsein strebt danach in Liebe und Freude und  Frieden miteinander zu sein.</p>
<p>Vielleicht ist es gerade deshalb oft mit so viel Stress, Ärger und Anspannung verbunden. Weil wir die Bedeutung, die es für uns hat (und die kann für Jede/n anders sein) aus den Augen verloren haben, aber die Sehsucht unserer Herzen erinnert uns daran.  Frieden, Liebe, Freude, so weit weg scheinen vom täglichen Erleben. Und weil wir oft nicht aus der bewußten Verbindung mit unseren Bedürfnissen, wie z.B. das nach Bedeutung für Andere zu haben, Geschenke einkaufen, Essen für die Feiertage kochen, etc.</p>
<p>Wir stressen uns,  und wie so oft fühlen wir uns verpflichtet:</p>
<p>&#8230;ein bestimmtes Essen zu kochen/essen, das uns vielleicht gar nicht so besonders schmeckt&#8230;<br />
&#8230;mit Menschen zusammen zu sein, die uns vielleicht gar nicht so viel bedeuten&#8230;<br />
&#8230;die Wohnung zu putzen&#8230;</p>
<p><strong>In unseren Bedürfnissen verwurzelt</strong></p>
<p>Was würdest du ändern, wenn dir klar ist, was dir z.B. an dem Weihnachtsritus wichtig ist? Oder würdest du den Ritus sogar beibehalten, und es mit mehr Sinn und Freude tun? Wie würdest du dieses Fest gestalten, wenn dir bewußt ist, was dir dabei besonders am Herzen liegt? Oft ist es nur eine innere Veränderung, ein in Kontakt sein mit mir selbst, was es braucht &#8211; und was mich vorher angestrengt hat, tue ich mit Leichtigkeit und Freude. Und wie wäre es gemeinsam mit den Menschen, mit denen du Weihnachten verbringen wirst darüber zu sprechen: was Jede/r braucht, um sich entspannt zu fühlen, feiern zu können?</p>
<p>Ich wünsche uns allen frohe Weihnachten :-)</p>
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		<title>Eine neue Welt?</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 18:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sozialer Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer gewissen Unruhe und fast innerem Drang, der sich bisher eher als &#8220;Grant&#8221; geäußert hat sitze ich hier an diesem herbstlichen Wochenende, ohne bisher recht zu wissen was ich mit mir und dem &#8220;Allen&#8221; anfangen mag.
Jetzt gehe ich dem Grant und der Unruhe auf den Grund: ich habe in der Früh den Blog von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer gewissen Unruhe und fast innerem Drang, der sich bisher eher als &#8220;Grant&#8221; geäußert hat sitze ich hier an diesem herbstlichen Wochenende, ohne bisher recht zu wissen was ich mit mir und dem &#8220;Allen&#8221; anfangen mag.</p>
<p>Jetzt gehe ich dem Grant und der Unruhe auf den Grund: ich habe in der Früh den <a href="http://baynvc.blogspot.com/">Blog </a>von Miki Kasthan, einer GFK Trainerin in San Francisco die letzten Tage verfolgt, in dem sie über die Bewegung in Oakland und ihren Erlebnisse dabei berichtet. Mich beschäftigt diese sogenannte &#8220;Eurokrise&#8221;, die Situation in Griechenland und im nördlichen Afrika, ausgehend von dem was in Ägypten passiert ist. Es fällt mir so schwer mir einen Reim auf das alles zu machen. Irgendwie ist mir klar, dass sich die Welt verändert, es kracht, ächzt und stöhnt die Erde, die Menschen reagieren auf unterschiedlichste Weisen. Und auf einmal wird mir klar was mich so unruhig werde läßt: ich möchte etwas tun, aktiv dazu beitragen, dass sich unsere Welt zu einem Ort verändert, auf dem es für ALLE lebenswert ist, Menschen und alle Wesen, unsere gemeinsame Natur, die Erde in ihrer atemberaubenden Schönheit erhalten bleibt.</p>
<p>Oft frage ich mich in meiner Arbeit mit Menschen, egal ob in Workshops oder sonstwo, warum wir so lange warten, bis wir bereit sind etwas zu verändern. Bis der Schmerz so groß ist, das Leid fast unerträglich &#8211; halten wir aus, am Alten fest. Es gibt uns Sicherheit &#8211; vermeintlich. Denn damit kennen wir uns aus, wissen wie es funktioniert. Selbst wenn es weh tut.</p>
<p>Bewegungen wie die in Oakland zeigen, dass es Menschen gibt, die sich ihre &#8220;neue Welt&#8221; schaffen. einfach mitten im Geschehen einen Raum gemeinsam gestalten, in dem gelebt wird, was ihnen wichtig ist. Das erinnert mich daran, dass es das AUCH gibt, nicht nur dort. Bisher waren oder sind das manchmal Orte, die von anderen belächelt, oder skeptisch betrachtet werden. Gemeinschaften zum Beispiel, spirituelle wie Auroville in Indien, Findhorn in Schottland; oder ökologisch ausgerichtete wie die Kommune Niederkaufungen in Deutschland.</p>
<p>Doch was bewirken alle diese Bewegungen im &#8220;großen Ganzen&#8221;, was ist der Beitrag für die jeweilige Gesellschaft? Gibt es darauf Antworten? Ich kenne sie nicht, und es geht mir darum: was kann ICH tun, um mitzuwirken. Ist es schon das was ich tue? Mir scheint es oft so wenig im Angesicht der Welt.</p>
<p>Ich wünsche mir so sehr, dass wir Menschen bereit sind neue Wege auszuprobieren, BEVOR Leid und Gewalt entstehen. Mir geht es nicht darum Konflikte zu verhindern. Die gibt es einfach. Genauso wie es Schmerz gibt. Beide gehören zum Mensch sein dazu. Ich wünsche mir &#8220;Abteilungen für Konflikte&#8221; in Organisationen. Mediation in Schulen genauso selbstverständlich wie Mathematik und Englisch. Streitschlichter in Gemeindebauten. Polizisten, die Friedensarbeit machen. Öffentliche Stellen, die Empathie anbieten.</p>
<p>Und ich wünsche mir, das alle Menschen ein Dach über dem Kopf , und genug zu essen haben, selbst über sich und ihr Leben bestimmen können. Und ich wünsche mir, dass die Liebe in uns Menschen die Kraft ist, aus und mit der wir lebendig sind.</p>
<p>Mein Grant ist weg. Ich bin verbunden mit meiner Lebensenergie.</p>
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		<title>London</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 18:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Feindbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute las ich in der Zeitung, dass der britische Preminierminister als Reaktion auf die anhaltenden Unruhen in England &#8220;Konsequenzen&#8221; in Form von verstärkten Strafen und der Drohung mit Gefängnis für alle geantwortet hat.
In mir eine Mischung aus Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit: Wann werden wir als Menschen endlich lernen, dass Strafen niemals Gewalt beantworten und schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute las ich in der Zeitung, dass der britische Preminierminister als Reaktion auf die anhaltenden Unruhen in England &#8220;Konsequenzen&#8221; in Form von verstärkten Strafen und der Drohung mit Gefängnis für alle geantwortet hat.</p>
<p>In mir eine Mischung aus Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit: Wann werden wir als Menschen endlich lernen, dass Strafen niemals Gewalt beantworten und schon gar nicht lösen können, höchstens wegschieben, und eventuell kurzfristig mehr Gewalt unterbinden. Aber zu welchem Preis? und was sind dann die &#8220;Konsequenzen&#8221;? Zum Thema Strafen möchte ich ein anders Mal schreiben. Jetzt zurück nach England.</p>
<p>Ich war am Montag in London, und habe die Einsatzwagen der Polizei gesehen. Meist junge Männer sah ich da, in kugelsicheren Westen, die Sirenen heulten, und ein Wagen nach dem anderen raste die Straße hinunter. Später sah ich auch Militärhubschrauber. Die Gesichter der Männer: ich sah sie mir im Vorbeifahren an und konnte nur vermuten: haben sie Angst? Wissen sie was sie da tun? Was auf sie zukommt? Haben sie eine Ahnung davon, dass sie eine Wahl haben? Meine eigene Hilflosigkeit und der Schock, den dieses Polizeiaufgebot bei mir auslösten, konnte ich in dem Moment nur damit beantworten, dass ich allen Menschen, egal ob Polizisten oder denen, die Geschäfte plündern, Autos und Straßen in Brand setzen, &#8230; meinen Segen schickte. Das ist für mich die Kurzfassung von: wir sind alle Geschöpfe Gottes und ich wünsche uns allen, dass wir das Leben in uns und durch uns achten und ehren. Egal auf welcher Seite wir stehen, im Ende sind wir alle gleich.Ich empfinde Mitgefühl und versuche zu verstehen, was Euch in eurem Innersten bewegt, euch dazu bringt solch radikale Handlungen zu setzen. Die ich keinesfalls mag. Die mich erschrecken und schockieren. Ich will in einer Welt leben, in der ALLE einen Platz haben. In der JEDE/R/S Lebewesen das bekommt was er/sie/es braucht: Schutz, Nahrung, Obdach, Liebe, &#8230; in der wir füreinander Sorge tragen, und wenn jemand von uns einen &#8220;Fehler&#8221; begeht, wir Wege finden, diesen so zu beantworten, dass wir dabei dem Leben dienen.</p>
<p>Die Arbeit, die ich jetzt tun kann, ist mich mit meinen Urteilen über &#8220;Polizisten, Politikern und Randalierern&#8221; zu beschäftigen und diese in lebensbejahende Gefühle und Bedürfnisse zu übersetzen. <em>(Ich setze alle unter Anführungszeichen, um damit zu signalisieren, dass ich hinter diesen Bezeichnungen die Menschen sehen will)</em></p>
<p>&#8220;Polizisten&#8221;: Schutz und Sicherheit sind für Euch mehr als Schlagworte: sie sind das wofür Ihr täglich antretet? Wofür Ihr Eure Gesundheit  und Eure persönliche Sicherheit riskiert? Ist es Euch ein tiefes Anliegen, für die Menschen da zu sein, ihnen zu verstehen geben wollt: du bist nicht alleine? Menschen zur Seite stehn wollt, die sich vielleicht selbst nicht &#8220;wehren&#8221; können, und Ihr selbst aktiv etwas dazu beizutragen wollt? &#8230;</p>
<p>&#8220;Politiker&#8221;: Wenn ihr von &#8220;verstärkten Strafen&#8221; redet: geht es Euch darum den Menschen, die Euch ihr Vertrauen geschenkt haben, zu zeigen, dass ihr den Schutz und das Wohlbefinden der Bevölkerung an erste Stelle stellt? Dass Ihr den Menschen, die etwas für das Land tun, Steuern zahlen, als Busfahrer oder Krankenschwestern arbeiten,  Sicherheit geben und Respekt zollen möchtet? Und schließlich&#8230;dass ihr euren Job gut macht? &#8230;</p>
<p>&#8220;Randalierer&#8221;: Wenn ihr Straßen in Brand setzt: Wollt Ihr zeigen, dass auch ihr etwas verändern könnt, Kraft habt? Dass auch Ihr einen Platz in dieser Gesellschaft habt, und gehört werden wollt? Wenn ihr Polizisten angreift: Wollt Ihr zeigen, wie verletzt und wütend und hoffnungslos Ihr seid? Wollt Ihr Euren Schrecken in den Augen von anderen sehen, Euch so lebendiger fühlen?&#8230;</p>
<p><em>Ich wünsche mir und uns allen, dass ihr andere Wege findet um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Ich wünsche mir, dass wir Wege des Dialogs und des Aufeinanderzugehen und schließlich der Versöhnung finden. Dass es Menschen strukturell ermöglicht wird, vermittelnd beizustehen und alternative Wege zu Strafen gegangen werden.</em></p>
<p><em>Und das ist nur ein Anfang, fühlt Euch eingeladen dieser Spur weiter zu folgen!</em></p>
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		<title>Gemeinschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 20:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sitze in meinem Wohnzimmer, und sehe vier Männer, die einen Kasten tragen. Die Last scheint leicht zu sein, sie gehen langsam und wirken entspannt. Ein Lächeln breitet sich in mir aus. Gerade bin ich von einer 14 tägigen Reise zurück gekommen, müde und angefüllt von den Erlebissen. Beim Anblick der Männer merke ich: ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze in meinem Wohnzimmer, und sehe vier Männer, die einen Kasten tragen. Die Last scheint leicht zu sein, sie gehen langsam und wirken entspannt. Ein Lächeln breitet sich in mir aus. Gerade bin ich von einer 14 tägigen Reise zurück gekommen, müde und angefüllt von den Erlebissen. Beim Anblick der Männer merke ich: ja ich bin zu Hause.</p>
<p>Zu Hause: seit einem guten Jahr lebe ich in einer Wohngemeinschaft am südlichen Stadtrand von Wien. Wir bewohnen ein 10 ha großes Gelände, davon sind 8 ha Wald. Es leben hier ca. 40 Kinder und Jugendliche mit 60 Erwachsenen, alle Generationen sind vertreten. Die vier Männer draußen auf dem Weg kenne ich, und ich vermute auch zu wissen wessen Kasten sie wohin tragen. Allein das ist Grund genug mich zu freuen: ich sehe wie Menschen in meiner nächsten Umgebung beitragen, es ihnen leicht fällt, dies zu tun. Das ist ein wesentlicher Aspekt, warum Gemeinschaft für mich so wichtig ist: wir alle wollen beitragen, und wollen sehen, dass das was wir zu geben haben angenommen, wertgeschätzt wird.</p>
<p>Hier gibt es einen Platz, wo ich das tun, und Andere dabei beobachten kann, wie sie ihre Gaben teilen: denn es ist gar nicht so wichtig für mich, ob ich die Empfängerin bin: allein zu sehen, was diese vier Männer gerade tun erwärmt mein Herz! Natürlich &#8211; ich weiß, dass wenn ich Hilfe brauche es hier etliche Menschen gibt, die ich darum bitten kann. Doch allein das Wissen, dass es geschieht reicht aus um mich warm und freudig zu spüren: dazu zu gehören, einen Platz zu haben wo ich gesehen werde und auch beitragen kann: das ist für mich Gemeinschaft.</p>
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		<title>gewaltfrei?</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 17:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Gewaltfrei]]></category>
		<category><![CDATA[Ghandi]]></category>
		<category><![CDATA[Rosenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde immer wieder gefragt, warum es gewaltfreie Kommunikation heißt. Manche stört es, dass das Wort Gewalt darin vorkommt, weil es Assoziationen hervorruft, die unangenehm sind. Andere, weil es schwer vorstellbar ist, dass die Sprache, die wir gelernt haben &#8220;gewaltvoll&#8221; sei.
Neulich habe ich in dem blog von Miki Kashtan (mehr zu ihr und ihrer Arbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde immer wieder gefragt, warum es <span style="text-decoration: underline;">gewaltfreie</span> Kommunikation heißt. Manche stört es, dass das Wort Gewalt darin vorkommt, weil es Assoziationen hervorruft, die unangenehm sind. Andere, weil es schwer vorstellbar ist, dass die Sprache, die wir gelernt haben &#8220;gewaltvoll&#8221; sei.</p>
<p>Neulich habe ich in dem blog von Miki Kashtan (mehr zu ihr und ihrer Arbeit unter <a href="http://www.baynvc.org/">bay nvc</a>) eine Erklärung gefunden, die ich hier gerne in meinen Worten wiedergeben möchte, weil sie im Kern das trifft, was es für mich bedeutet.</p>
<p>Nonviolence/Gewalfreiheit ist die literarisch engste Übersetzung des Sanskrit Wortes &#8220;ahimsa&#8221; das Ghandi gefunden hat. (lt. wikipedia heißt ahimsa Nicht-Verletzen) <a href="http://www.gewaltfrei-katharina.at/uber-die-gewaltfreie-kommunikation/uber-marshall-rosenberg">Marshall Rosenberg</a> beruft sich in seiner Definition von Gewaltfreiheit auf Gandhi. Es gibt Religionen, wie das Judentum, in dem der Name Gottes unausprechlich ist. Es gibt zwar ein Schriftzeichen für Gott im Hebräischen, aber keine dazugehörigen Laute. Es ist damit das quasi Unaussprechliche gemeint.</p>
<p>So ist auch Gewaltfreiheit für mich kein <em>Zustand</em>, sondern vielmehr eine <em>Absicht</em>. Wenn ich versuche gewaltfrei zu kommunizieren, dann meine ich damit meine  Absicht, möglichst einen sprachlichen Ausdruck zu finden, der die für mich im Moment größte Wahrscheinlichkeit bietet zum Frieden beizutragen. In anderen Worten: ich bin nicht gewaltfrei; ich versuche mein Leben so gut es mir eben jeden Moment gelingt in dieser Absicht zu leben.</p>
<p>Wer den Artikel von Miki Kashtan, die für mich eine Quelle der Inspiration ist, gerne lesen möchte: hier der <a href="http://baynvc.blogspot.com/2010/03/what-is-nonviolent-about-nonviolent.html">link</a> dazu.</p>
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		<title>Männer und Frauen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 21:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feindbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Auslöser sind für mich widersprechenden Aussagen einer Freundin: ich bin in echtem Mitgefühl mit ihr und ihrem Wunsch nach Partnerschaft, Spiel und Freude, diese zu leben in Beziehung mit einem Mann. Ihre Strategien stimmen mich traurig. Weil daraus Unklarheit und Verwirrung entstehen. Ich sehe ihr diese Verwirrung an, sie wird fahrig und nervös. Ihre Ruhe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auslöser sind für mich widersprechenden Aussagen einer Freundin: ich bin in echtem Mitgefühl mit ihr und ihrem Wunsch nach Partnerschaft, Spiel und Freude, diese zu leben in Beziehung mit einem Mann. Ihre Strategien stimmen mich traurig. Weil daraus Unklarheit und Verwirrung entstehen. Ich sehe ihr diese Verwirrung an, sie wird fahrig und nervös. Ihre Ruhe ist dahin. Mir geht diese innere Unruhe nahe und ich vermute, dass ihre Strategien dazu beitragen das Verhältnis zwischen Männern und Frauen zu verschlechtern: statt Vertrauen und Offenheit bleiben Misstrauen, Ängste, Scham und Schuld. Sowohl bei ihr als auch bei ihrem Gegenüber – das ist jedenfalls meine Vermutung.</p>
<p>Mein Verhältnis zu Männern war geprägt von Unsicherheit, wie ich mich verhalten „soll“ anstelle von authentischem ICH SEIN, weil ich Angst hatte so wie ich bin nicht attraktiv genug zu sein. Warum? Weil Vertrauen auch Verstehen bedeutet? Angenommen sein? So OK sein wie ich bin? Weil ich mehr offenes direktes Miteinander mit Frauen erlebt habe? Dabei wünsche ich mir das alles von Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Hautfarbe oder sonstige „Kriterien“.</p>
<p><strong>Feindbilder</strong></p>
<p>Misstrauen im Sinne von: Männer wollen nur das eine, sie stehen auf Frauen mit bestimmten (veränderlichen) körperlichen Merkmalen, sind verschlossen und können nicht kommunizieren, geschweige denn ihre Gefühle zulassen- wie kann dann ich offen sein, transparent, ohne Angst eins über die Rübe zu bekommen: durch „sein“ Schweigen, weggehen, lächerlich machen, Witze reißen… und wenn ich mit solchen Vorurteilen beladen und den daraus resultierendem Misstrauen gepaart mit meinen Ängsten auf Männer reagiere, kein Wunder, dass dann das passiert was ich gerade bei meiner Freundin beobachten konnte. Mit diesen Vorraussetzungen spielen wir altbekannte Spiele, die oft von frustrierenden und schmerzhaften Gefühlen begleitet sind.</p>
<p><strong>Neue Wege</strong></p>
<p>Vertrauen und Offenheit also ist es woran mir als Basis von Beziehung – unabhängig vom Geschlecht gelegen ist. Die Bereitschaft dran zu bleiben, auch wenn es schwierig oder gar schmerzhaft wird. Dazu braucht es neue Wege: eine Möglichkeit, auf die ich setze ist mich klar und aufrichtig auszudrücken, meine eigenen Vorurteile und Bewertungen, in diesem Fall über Männer, wahrnehme und die dahinter liegenden unerfüllten Bedürfnisse aufspüre. Indem ich mein Herz öffne, und versuche in allem was mein (männliches) Gegenüber sagt, tut, oder nicht sagt oder nicht tut ebenso Bedürfnisse und Gefühle zu erahnen.</p>
<p>Seitdem mir meine Bedürfnisse klar sind gehe ich anders auf Männer zu. Manchmal holen mich meine „Geschichten“ ein. Dann kann es sein, dass ich mich zurückziehe oder andere Dinge tue, die wenig zu gegenseitigem Verständnis oder Freude beitragen. Und ich lerne und wachse damit, und ich vertraue darauf, dass es möglich ist auch über Differenzen hinweg miteinander in Verbindung zu sein. Zu wissen, als tiefes inneres Wissen, dass alle Menschen dazu beitragen wollen, manchmal nur nicht wissen wie, gibt mir Kraft und Zuversicht.</p>
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		<title>Absicht</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 11:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder/Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Absicht]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt vieles, das ich gelernt habe, seit ich mich aktiv mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige. Eines der wesentlichen Elemente für mich ist, dass ich BEVOR ich den Mund aufmache, immer öfter in mich hineinspüre um zu prüfen: Was ist meine Absicht? Warum möchte ich etwas sagen?
Den Unterschied spüre ich selbst UND mein Gegenüber: Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt vieles, das ich gelernt habe, seit ich mich aktiv mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige. Eines der wesentlichen Elemente für mich ist, dass ich BEVOR ich den Mund aufmache, immer öfter in mich hineinspüre um zu prüfen: Was ist meine Absicht? Warum möchte ich etwas sagen?</p>
<p>Den Unterschied spüre ich selbst UND mein Gegenüber: Heute morgen war eine meiner Töchter gestresst, das T-Shirt das sie anziehen wollte war in der Wäsche, und sie sagte: &#8220;Du weißt genau, dass ich dieses T-Shirt anziehen wollte. Warum hast du es nicht gewaschen?!&#8221; Hätte ich automatisch reagiert, ohne meine Absicht zu überprüfen, hätte ich vermutlich (mit genervter Stimme) geantwortet: &#8221; Nein, das habe ich nicht gewußt. Und außerdem hast du noch genug andere Sachen zum anziehen.&#8221;</p>
<p>Hier lege ich &#8211; wenn ich es rechtzeitig merke :-) einen Zwischenschritt ein: zuerst hole ich innerlich tief Luft und checke zuerst meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse, die in diesem Moment nicht erfüllt sind (ich bin genervt-traurig, weil ich Verständnis und Ruhe brauche), um mir dann meiner Absicht bewußt zu werden: <em>nämlich auch in Konfliktsituationen mit meinem Gegenüber &#8211; hier meiner Tochter- in Verbindung bleiben zu wollen.</em></p>
<p>Wenn mir das einmal klar ist, kann ich anders auf ihre Frage reagieren. Entweder ich entscheide mich zuerst sie empathisch zu hören: &#8221; Bist du gestresst, und brauchst du auch Unterstützung, damit es in der Früh glatt läuft?&#8221; oder ich drücke aus wie es mir damit geht: &#8221; Wenn ich dich das so sagen höre, bin ich ein bisschen genervt, weil ich auch gerne in der Früh Ruhe habe.&#8221;  Das heißt nicht unbedingt, dass sie oder ich sofort bekommen was wir wollen. Die Wahrscheinlichkeit jedoch, dass daraus ein Gespäch entsteht bei dem unsere Verbindung intakt bleibt, ist wesentlich höher.</p>
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		<title>Entschuldigung</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 12:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Ossko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder/Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine ganz alltägliche Situation
Eine Gruppe von fünf Kindern zwischen drei und sechs Jahren lässt einen Drachen steigen. Der Kleinste hält einen der Schweife fest, die anderen Kinder sagen ihm er solle loslassen. Die Mutter kommt, und ruft: „ Lass los, das ist nicht dein Drache, der gehört den anderen Kindern.“ Der Bub hält den Schweif [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Eine ganz alltägliche Situation</strong></h3>
<p>Eine Gruppe von fünf Kindern zwischen drei und sechs Jahren lässt einen Drachen steigen. Der Kleinste hält einen der Schweife fest, die anderen Kinder sagen ihm er solle loslassen. Die Mutter kommt, und ruft: „ Lass los, das ist nicht dein Drache, der gehört den anderen Kindern.“ Der Bub hält den Schweif weiter fest und weint. Die Mutter kommt zu ihm und nimmt ihm den Schweif aus der Hand und nimmt ihn hoch. Sie sagt zu ihm:“ Das kannst du nicht machen, der Drache gehört nicht dir, und du bist der Kleinste und frech. Sag Entschuldigung. Das tut man nicht.“ Der Bub dreht sein Gesicht weg, hebt eine Hand vor das Gesicht und weint weiter.</p>
<p><strong>Was ist daran so schlimm?</strong> oder: &#8220;Die Mutter hat vollkommen Recht!&#8221; werden Sie vielleicht denken. Nun, zu Beginn hat die Mutter durch ihre Intervention versucht zu verhindern, dass entweder der Drache kaputt geht, oder die Kinder weiter streiten, und es möglicherweise eskaliert. Sie hat somit das was in der Gewaltfreien Kommunikation „beschützende Anwendung von Macht“ heißt, demonstriert. Sie hat dem Kind gesagt was es tun soll (loslassen), anstelle von dem was es nicht tun soll (z.B. lass das! – womit Kinder und auch in der Regel Erwachsene meist überfordert sind, denn was sollen sie stattdessen tun?).</p>
<p><strong>Etwas &#8220;falsch machen&#8221;<br />
</strong>Was mich allerdings betroffen macht ist das was danach passiert ist. Das Kind soll sich entschuldigen. Warum mich das betroffen macht? Weil ich nicht glaube, dass eine „Entschuldigung“ irgendjemandem etwas bringt, außer einer momentanen – oberflächlichen Befriedigung, in diesem Fall wohl am ehesten der Mutter. Was haben die Kinder davon? Versteht der kleine Bub warum er sich entschuldigen soll? Hat er etwas „falsch“ gemacht?</p>
<p>Das ist die erste Prämisse für das Konzept von Schuld: es gibt falsches und richtiges Handeln. Was „falsch“ ist bestimmen moralische Werte, Normen, die je nach Gesellschaft und Kultur sehr unterschiedlich sein können. Selbst in dieser Situation hätte eine andere Mutter anstatt das Kind „frech“ zu nennen z.B. auch sagen können: „ du bist ja ganz ein mutiges Kerlchen, nimmst es mit den Großen auf…“</p>
<p><strong>Sind Strafen notwendig?<br />
</strong>Worauf ich hinaus will? Kulturelle oder moralistische Normen und Werte sind zum einen eine nach außen gerichtete Grundhaltung, die dadurch „reguliert“ wird, dass es Strafen und Belohnungen gibt. In diesem Fall bestraft die Mutter das Kind nicht, aber so lernt es bestenfalls, dass es besser das tut was die Mutter will, weil sie sonst böse ist. Und welches Kind will nicht fast ALLES tun, um seine Eltern glücklich zu sehen?</p>
<p><em>Aber wie kann das Kind aus dieser Situation etwas lernen, was in der eigenen Erfahrungswelt stattfindet?</em></p>
<p>Zurück zum Anfang: es hält den Schweif des Drachens fest. Dieser ist rot, gelb und blau und flattert im Wind. Vermutlich möchte das Kind einfach mitspielen, weiß allerdings nicht wie, und es ist das Beste was ihm dazu einfällt. Oder es ist einfach fasziniert von dem flatternden Ding, und möchte es angreifen um es zu be-greifen…Es ist ganz auf sich konzentriert, und kann nicht verstehen, warum die anderen Kinder davon gestört sind. Denn vermutlich wollen auch diese weiterspielen, und ihre Vorstellungen vom Spiel verwirklichen. Und die Mutter? Wahrscheinlich ist sie gestresst, weil sie sich zum einen Sorgen um das Wohl ihres Kindes (und das der anderen) macht, und gleichzeitig auch ihren Job als Mutter gut machen will.</p>
<p><strong>Die gewaltfreie Alternative:</strong><br />
Anstatt nach der Intervention das Kind zu schelten, hätte sie folgendes sagen können: &#8221; Hm, dieser Drache ist ganz schön toll, gelt? Möchtest du gerne mitspielen.“ Die Reaktion des Kindes wird zeigen, ob sie damit etwas von dem erspürt hat, was in dem Kind vorgeht: Kind (noch immer weinend) „Ja, will auch spielen.“ Mutter: „ und der flattert auch so schön im Wind, das willst du auch gerne ausprobieren?“ Kind (langsam sich beruhigend) „Ja, will auch.“  Mit etwas Hinwendung und Aufmerksamkeit kann sich das Kind wieder beruhigen, und die Mutter hat dann die Gelegenheit dann auch das was die anderen Kinder brauchen anzusprechen: „Die anderen wollen auch gerne spielen, und vielleicht wollen sie gefragt werden, ob es ok ist, den Drachen mal anzugreifen.“</p>
<p>Wie sieht das Lernen auch für die anderen Kinder aus? Einerseits haben sie bereits mitgehört, was die Mutter zu ihrem Sohn gesagt hat (also das Bedürfnis des Buben und das ihrige gespiegelt bekommen), und wenn sich jetzt die Mutter noch zu ihnen wendet und etwas sagt wie: „ Ihr wart bestimmt auch besorgt, weil ihr wolltet, dass der Drache heil bleibt?“  &#8211; „Und wolltet bestimmt auch gerne so spielen, wie ihr es euch vorgestellt habt?“ So hat sie auch diese Bedürfnisse gehört, laut ausgesprochen, und damit den Kindern die Möglichkeit gegeben, etwas anderes zu erfahren, als „Schuld“ und „falsch machen“.</p>
<p>Sie können selbst spüren worum es geht. Anstatt also eine Floskel zu lernen (Entschuldigung) lernen in diesem Fall die Kinder zu verstehen, was in der anderen Person vor sich geht, was diese fühlt und braucht. Hier kann dann echtes Bedauern stattfinden. Und aus diesem Bedauern heraus findet Verbindung statt zwischen den Betroffenen, die weit tiefer reicht als ein „höfliches“ Entschuldigung. Ein Gesehen werden im Schmerz, den mein Verhalten ausgelöst hat.</p>
<p>Dieses zu erlernen erscheint mir wertvoller und gilt im Übrigen genauso für uns „Große“.</p>
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